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Home > Go!Special > Rückblick > 2011-12-11 > 2011-12-11_Kreuzverhoer

Fragen und Antworten des Kreuzverhöres im Go!Special am 11.12.2011 in St. Paulus

Pastor Matthias Schlicht im Kreuzverhör (Foto: Frank Winkelmann).

Fast 60 Fragekarten sind im Gottesdienst ausgefüllt worden. Auch wenn das Kreuzverhör daraufhin fast doppelt so lang wie bisher ausfiel, konnten und können nicht alle Fragen einzeln beantwortet werden. Deshalb werden die Anfragen in diesem Text systematisch geordnet und themenspezifisch beantwortet.

 

Was wissen wir vom „historischen“ Jesus?

Dass Jesus wirklich gelebt hat (und nicht nur ein Mythos ist), wissen wir von außerchristlichen Zeugen. Als historisch gesicherte Informationen können wir festhalten:

- Er wurde zur Zeit von König Herodes geboren; das genaue Datum wissen wir nicht. Der Termin „24./25. Dezember“ rührt von verschiedenen, nicht-biblischen, Traditionen her.

- Seine Mutter hieß Maria. Sein Vater Joseph aus Nazareth war von Beruf Zimmermann.

- Einer seiner Brüder war Jakobus, der Gerechte.

- Im Alter von ca. 30 Jahren sammelte Jesus Jünger um sich.

- Er lehrte vom nahen Reich Gottes. Er benutzte dazu oft Gleichnisse.

- Er heilte Menschen (auch von nicht-christlichen Autoren unbestritten!).

- Er starb am Kreuz unter Pontius Pilatus.

- Nach seinem Tod wurde sein Grab leer aufgefunden.

- Historisch ist ebenfalls die Tatsache, dass die Jünger, die Jesus nach der Gefangennahme fluchtartig verließen, später seine Auferstehung verkündigten.

 

Ist Jesus Mensch und/oder Gott gewesen?

Zu Lebzeiten wurde Jesus „Rabbi“ genannt (ein jüdischer Gelehrter), zuweilen auch als „Prophet“ angesehen. Sich selbst hat Jesus nicht als „Gottessohn“ bezeichnet, wohl aber als „Menschensohn“, ein damals verbreiteter Ausdruck für eine Person, die die Endzeit der Welt ansagt. Ebenfalls zu Lebzeiten sind die Worten und Taten Jesu auf dessen besondere Vollmacht zurückgeführt worden, die er nur von Gott selbst verliehen haben konnte (s. Jesu Taufe). Nach der Auferstehung ist die Verehrung Jesu in die theologische Dimension hinein erweitert worden. Jesus ist nicht mehr nur Person der Verehrung, sondern auch der Anbetung.

Für mich ist Jesus: ein Mensch ganz für die Menschen; ein Mensch ganz für Gott; Gott ganz für die Menschen. In der Tat glaube ich, dass sich in der Person Jesu etwas von Gott gezeigt hat, was andere Menschen nicht leben und zeigen können.


Wie kann ich mit Jesus in Beziehung treten?

Drei Begegnungsmöglichkeiten kann ich mir vorstellen: das Gebet, die Beschäftigung mit ihm, und letztlich: unser eigenes Leben. Wenn ich mit seiner Anwesenheit rechne, werde ich ihn auch finden.


Einzelfragen zum Thema:

Jesus – ich möchte dich richtig bejubeln und beklatschen. Warum darf man das nicht in der Kirche?

Sie dürfen! (Und im Go!Special haben wir es in dem Moment denn auch getan!)


Wird Weihnachen unter dem Tannenbaum entschieden?

Nein, sondern Weihnachten wird im Herzen entschieden“ (abgesehen davon, dass Gott es in der Krippe von Bethlehem bereits entschieden hat).


Hätte Jesus auch eine Frau sein können?

Wohl kaum in den damals in Israel herrschenden patriachalen Bedingungen. Jesus ist schon dafür angefeindet worden, dass er Frauen als Gesprächspartnerinnen hatte.


Wenn Jesus Mensch war, hat er denn auch – typisch menschlich – gesündigt?

Ich denke: ja. Allein die Geschichte, in der Jesus erst nach langem Überlegen und Überreden die Tochter einer Ausländerin heilt, zeigt, dass auch Jesus zuweilen in sehr engen, eingefahrenen Denkstrukturen leben konnte. Einem Menschen bewusst nicht zu helfen, ist Sünde. Doch – Gott sei Dank – hat Jesus sich dann doch noch zum Guten überzeugen lassen.


Literaturtipps zum Thema Jesus:

- Der Schatten des Galiläers. Historische Jesusforschung in erzählender Form. Von Gerd Theißen (Taschenbuch - 12. Januar 2004)

- Reclams Bibellexikon , herausgegeben von K. Koch, E. Otto, J. Roloff und H. Schmoldt. Verlag Reclam, Stuttgart 1992

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