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Fragen und Antworten im Kreuzverhör des Go!Specials am 16. Juni 2013

Pastor Matthias Schlicht im Kreuzverhör

Manche der gestellten Fragen sind sehr persönlich gehalten. Ein persönliches Gespräch wäre sicher angemessener als eine schnelle Internet-Antwort. Wenn Sie ein Gespräch mit Pastor Schlicht (oder Pastor Tietje) wünschen, melden Sie sich bitte.


Die Fragen auf den Karten kreisen um mehrere Themengebiete.

Wie verhält sich der Schöpfungsbericht der Bibel mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaft?

Die Autoren der biblischen Schöpfungsberichte hatten nicht die Erkenntnisse, die wir heute haben. Das ist eine Binsenweisheit, aber doch muss man sie immer wieder benennen. Selbst in der Bibel merken wir, wie die Erkenntnis der Menschen zunimmt. Der älteste Schöpfungsbericht, der von Adam und Eva erzählt, kennt noch keine Schöpfung der Erde und des Universums. Erst 500 Jahre später ist diese Erkenntnis mit der Erzählung der „7-Tage-Schöpfung“ hinzugekommen. Auch wir können heute nur mit den Kenntnissen dieser Zeit reden. Damit sind aber die alten Erkenntnisse nicht veraltet und überflüssig. Die Bibel ist fest davon überzeugt, dass hinter dem Leben und allem Sein ein Sinn steckt. Diesen Sinn nennt die Bibel „Gott“. Gott hat sich – so die Bibel – für den Menschen entschieden, dass er auf die Erde „bebaut und bewahrt“. Die Bibel weiß, die Erde ist uns Menschen lediglich anvertraut. Wir sind für sie verantwortlich. Hinter dieser alten Überzeugung steckt – wie jeder weiß – heute noch alltägliche Relevanz.

 

Stimmt die Gleichung: Wissenschaft = Verstand. Glaube = Gefühl?

Diese Gleichung stimmt. Zum Teil. Glaube hat sehr viel mit Gefühl zu tun. Gott kann man nicht mit Hilfe eines objektiven Versuches ableiten oder erklären. Der Glaube berührt unser Gefühl und kommt gefühlsmäßig zum Ausdruck. Wenn ich allerdings von meinem Glauben rede, benutze ich selbstverständlich meinen Verstand, sogar in den Formen der (Sprach)Logik, die von Aristoteles und Immanuel Kant herrühren. Der Glaube kann nur verständlich übermittelt werden, wenn ich meinen Verstand dazu benutze.

 

Kann ein Naturwissenschaftler glauben?

Selbstverständlich. Ich kenne persönlich viele Naturwissenschaftler, die gerne und überzeugt Christen sind. Auch ein Blick in die Geschichte der Naturwissenschaft (z.B. des 20. Jahrhunderts) zeigt eine beeindruckende Palette von Namen: Max Planck, Carl Friedrich von Weizsäcker. In je eigener Ausprägung auch Niels Bohr, Werner Heisenberg und sogar Albert Einstein. Dass Physiker irgendwann zu dem Punkt kommen, Philosophie und Theologie mit zu bedenken, ist sicherlich kein Zufall. Es geht um die Gesamtwahrnehmung des Seins. Und dazu braucht die Naturwissenschaft die Religion (und umgekehrt).

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