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Home > Go!Special > Rückblick > 2014-11-16 > 2014-11-16_Kreuzverhoer

Fragen und Antworten des Kreuzverhörs im Go!Special am 16. November 2014

Manche der gestellten Fragen sind sehr persönlich gehalten. Ein persönliches Gespräch wäre sicher angemessener als eine öffentliche Internet-Antwort. Wenn Sie ein Gespräch mit Pastor Schlicht (oder Pastor Tietje) wünschen, melden Sie sich bitte. Die Telefonnummern finden Sie auf unserer Homepage (hier).

Die Fragen auf den Karten kreisen um mehrere Themengebiete. Die Hauptfragen dazu – mit den Antworten – sind hier aufgeführt

 

Soll man die Bundeswehr abschaffen?

Die Bundeswehr ist eine Einrichtung unseres Landes. Sie ist als Verteidigungsarmee konzipiert, auch wenn sie in den letzten Jahren viele Auslandsaussätze durchführt. Viele Soldaten und Soldatinnen sind dabei um’s Leben gekommen. Viele sterben aber (und darüber wird wenig gesprochen) nach dem Einsatz durch Selbstmord. Ob man zur Bundeswehr geht, muss jede(r) einzeln mit seinem Gewissen klären. Aber die, die dabei sind, brauchen professionelle Hilfe der Begleitung – gerade zur Aufarbeitung traumatischer Kriegserfahrungen.


Wie stehen Sie zu dem brutalem Vorgehen des sog. „Islamischen Staates“ in Syrien?

Zunächst: der „Islamische Staat“ ist nicht der Isalm. Auch wenn sich diese Leute auf den Koran berufen, legen sie den Islam in einer Weise aus, der weder von den meisten Islamgelehrten gelehrt wird noch von den allermeisten Moslems akzeptiert wird. Ich habe muslimische Freunde, die darunter leiden, was diese Leute machen. Und sie leiden auch darunter, dass es mittlerweile einen „Generalverdacht“ gegen alle gibt, die als Muslime leben.

Keiner von uns Christen würde sagen, dass die militanten Protestanten und Katholiken in Nordirland im Sinne Jesu handeln, wenn sie Kinder der jeweils anderen Konfession mit Steinen bewerfen. Diese nennen sich Christen, sind es aber nicht. Die „I.S.“-Leute nennen sich Muslime, sind es aber nicht.

Zum Umgang mit dem „I.S.“: mit Waffengewalt und militärischer Intervention ist wenig getan. Es gibt allerdings einen Weg: verfolgen Sie das Geld!!! Woher bekommt der „I.S.“ die Finanzierung? Und warum? Und wie stellen wir uns als Deutschland politisch zu diesen Unterstützungsländern?

Und warum (ganz harte Frage!) tun wir es bislang nicht? Eine Armee ohne finanzielle Unterstützung hält nicht lange einen Krieg durch. Also: wer gibt ihnen das Geld?


Warum sind Kriegsspiele für den PC und im Internet so beliebt?

Weihnachten naht – und damit wieder der Boom für diese „Spiele“. Ich verstehe es nicht und ärgere mich. Besonders ärgert mich, wenn Eltern wissentlich tolerieren, dass ihre noch nicht volljährigen Kinder indizierte Ballerspiele haben. Warum lassen sie das zu?

Woher kommt der Reiz dieser Spiele? Manchmal denke ich: im Menschen schlummert vielleicht noch ein tierischer Urtrieb: ich bin gut, wenn ich stärker bin als Du. Und wenn ich stärker bin, dann sehe ich das daran, wenn ich Dich verletzen kann – und Du mich nicht. Die äußerste Form der Verletzung ist die Tötung. Ich töte Dich = ich lebe = ich bin besser! Was für eine Gleichung? Die Gleichung des Glaubens setzt auf die Liebe und die Vergebung.


Wie können wir (als Einzelperson oder als Kirchengemeinde) mit den Flüchtlingen umgehen, die jetzt immer mehr zu uns kommen?

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf meine Predigt von vorhin verweisen. Wirklich dankbar bin ich, dass die Stadt Buxtehude zusammen mit vielen Gruppen und Vereinen eine Willkommens-Kultur aufbaut. Über die einzelnen Möglichkeiten der Mithilfe werden wir in den Zeitungen berichten; aber auch in den jeweiligen Gruppen wird darüber informiert. Also z.B. in unserer Gemeinde im Gemeindebrief, in den Abkündigungen oder auf Plakaten und Flyern, die hier im Gemeindezentrum ausliegen. Genauso wichtig wie Jacken, Schuhe, Handtücher usw. ist aber unsere innere Haltung, die wir Flüchtlingen zeigen, wenn wir sie treffen. Ein Lächeln von uns aus ist wie eine warme Umarmung. Und wenn wir sehen, dass Flüchtlinge z.B. beim Einkaufen nicht klarkommen, dann sollten wir freundlich auf sie zugehen und Fragen, ob wir helfen können.


Würden Sie einen Flüchtling aufnehmen?

Ja.

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