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Fragen und Antworten des Kreuzverhörs im Go!Special am 13.12.2015

Gerade zu Weihnachten meldet sich oft das schlechte Gewissen: Darf man egoistisch sein und Erwartungen anderer enttäuschen, wenn man sich selbst sonst unglücklich macht? Manchmal steht man vor der Entscheidung: Tut man anderen weh oder sich selbst? Was ist christlich? „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“

Christlich ist es, anderen und sich selbst nicht wehzutun. Im Blick auf Weihnachtstraditionen und die Frage „Tut man dem anderen weh oder sich selbst?“, müssten ich die konkrete Situation kennen, um hier eine Antwort zu versuchen. Ich halte es jedenfalls für falsch verstandene Nächstenliebe, alle Lasten, allen Ärger und alles Leid „um des lieben Friedens willen“ immer nur auf sich selbst zu nehmen.


Sie sind doch auch Vater: Wie schafft man positive Traditionen im Leben mit Kindern, die denen ihre Freiheit lassen? Was tun, wenn pubertierende Kinder gegen das rebellieren, was mir/uns heilig ist?

Natürlich führen wir als Eltern Traditionen ein oder weiter, in die auch unsere Kinder hineinwachsen. Was eine „positive“ Traditionen ist, kann sich - würde ich sagen - nur im Vollzug und im Miteinander entscheiden. Wenn Teenager gegen Traditionen rebellieren, dann kann man nur gemeinsam aushandeln wie man es handhaben will. Kinder und Erwachsene müssen lernen, „ich“ zu sagen, indem sie miteinander teilen, was ihnen jeweils wichtig ist, und dann aushandeln, wie man gemeinsam damit umgeht.


Muss man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man keinen Flüchtling am Heiligabend eingeladen hat?

So pauschal gefragt, antworte ich auch mal pauschal: Nein.


Was soll man tun, wenn Weihnachten Spaß macht, aber langweilig ist?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Aber wenn Weihnachten langweilig, kann man ja etwas dagegen tun. Machen Sie es interessant – entsprechend Ihrer Wünsche.


Woraus entsteht denn Weihnachten immer dieses Gefühlschaos, wenn es eigentlich „nur“ um Liebe und Frieden geht?

Vielleicht liegt das daran, dass die Erwartungen an dieses Fest so unglaublich hoch geschraubt werden, und wir uns Liebe und Frieden und Harmonie wünschen, die Realität aber ganz anders aussieht und natürlich auch zu Weihnachten noch sehr real ist.


In einer Gesellschaft, die immer individueller wird, muss sich nicht der Einzelne auch mal zurücknehmen und tolerieren (erdulden), was schön ist für den Anderen?

Natürlich ist das eine Möglichkeit. Wie ich es versucht habe, in der Predigt zu sagen: Dass ich Mut mache, „Ich“ zu sagen, meine ich nicht in dem Sinne, dass „Ich“ der Maßstab bin, nach dem sich alle richten müssen. Aber was und ob überhaupt ich erdulden MUSS, das kann man wohl nur im konkreten Fall entscheiden.


Was ist die Ihnen verhassteste Weihnachtstradition?

Glücklicherweise habe ich keine Weihnachtstradition erlebt, die mir wirklich verhasst gewesen wäre. Aber etwas, was ich als Kind am Heiligabend nie gemocht habe, war das Essen bei uns zuhause: Schlesische Weißwurst mit Biersoße.


Wenn Gott in meinem Leben keine große Rolle spielt, soll ich dann Weihnachten trotzdem aus Tradition in die Kirche gehen? Weil es heimelig ist? Weil alle gehen?

Das ist bestimmt eine gute Idee. Und wenn es nur aus Tradition ist, oder weil es so schön ist: Ich freue mich, wenn Sie aus den Gottesdiensten am Heiligabend etwas mitnehmen.



Auch die folgenden Kommentare wurden auf den Fragekarten abgegeben:


Wenn Tradition gewünscht ist, sollte man sie nicht mit Gewalt abschaffen!


Wir haben in unserer Zeit sooo wenig Traditionen und Überlieferungen – schade! Je älter meine Kinder werden, desto mehr sind ihnen gewisse Riten wichtig. Alles eine Frage der Zeit!

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