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Predigt beim Go!Special am 16.03.2016: "Traumpartner gesucht"

Die erste Liebe

Vor fünf Jahren bin ich nach Buxtehude umgezogen. Sie kennen das vielleicht: wenn man umzieht, dann nimmt man alles mit. Auch die Kisten, die man bei den letzten Umzügen nicht ausgepackt hat. Nun aber, im Dachsgang, habe ich alles ausgeräumt. Und da fiel mir ein Bild ein die Hand. Ein Foto. Und als ich es sah, da war es so, als würde ich 38 Jahre zurück gehen. Und ich konnte mich an alles erinnern, als sei es gestern gewesen. In my life.

There are places I remember
All my life, though some have changed
Some forever, not for better
Some have gone and some remain
All these places had their moments
With lovers and friends I still can recall
Some are dead and some are living
In my life I've loved them all


Auf diesem Foto ist sie: meine allererste Freundin. Corinna. Eigentlich war ich ja in Martina verliebt, aber die hatte schon einen Freund. Dann waren da noch Gabriela und Babsi und vor allem Conny, aber da konnte man als Junge nur Wartemarken ziehen. Und dann war da noch Corinna. Lieb, nett, ein super Mädchen: nur: sie war zwei Köpfe größer als ich. In den 70er Jahren ein „No go“. Unerreichbar. Aber dann passierte es. Sie fragte mich, ob wir nicht einmal miteinander Eis essen könnten. Das war in den 70ern ein Lottogewinn. Ich war so überrascht, dass ich einfach nur „Ja“ gesagt habe. Ich holte sie am Bahnhof Jesteburg ab, dann kauften wir unser Eis (ich habe gezahlt!), dann gingen wir an die Seeve und lagen im Gras. Wir redeten über Musik, über die Schule, über Lehrerinnen, die wir doof fanden oder ganz doof fanden. Das war es schon. Wir standen auf und sie gab mir ihre Hand. „Wollen wir miteinander gehen?“. Was für ein schönes Wort. Und so gingen wir miteinander bis zum Bahnhof. Als der Zug einfuhr, gab sie mir meinen ersten Kuss.


But of all these friends and lovers
There is no-one compares with you
And these memories lose their meaning
When I think of love as something new
Though I know I'll never lose affection
For people and things that went before
I know I'll often stop and think about them
In my life I love you more.

 

Dann gingen wir zusammen. Drei Wochen lang. Die Sommerferien kamen. Sie wollte nach Frankreich, weil sie dort als Austauschschülerin für ein Schuljahr bleiben wollte. Sie schrieb mir noch eine Postkarte (SMS gab es noch nicht). Danach ist sie nach Frankfurt umgezogen. Ich habe sie nie wiedergesehen.

War sie meine „Traumpartnerin“?

Das Wort gab es damals noch nicht. Dafür gab es die wundervolle Formulierung: Ich möchte mit dir gehen. Das ist für mich bis heute die schönste Umschreibung für „Traumpartner“: Willst Du mit mir gehen? Durch das Leben, in den schönen und in den schweren Zeiten? Eine wunderbare Formulierung: richtig biblisch. Denn in der Bibel sind auch alle Menschen dauernd am Gehen, am Wandern auf Wegen. Das Volk Israel von Ägypten zum gelobten Land; Jesus wandernte mit seinen Jüngern, Paulus lief um das ganze Mittelmeer. Und alle hatten das Gefühl: ich gehe nicht allein. Gott geht mit. Er geht mit mir.


Willst Du mit mir gehn,
Licht und Schatten verstehn.
Dich mit Windrosen drehen,
Willst Du mit mir gehn.
Willst Du mit mir gehn

 

Pastor Matthias Schlicht

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