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Fragen und Antworten des Kreuzverhörs im Go!Special am 5. Juni 2016

Pastor Lutz Tietje beim Kreuzverhör.

Eine Reihe von Fragen dreht sich um die Erfahrung, dass es oft schwer ist, neue Kraft zu sammeln, und was dann zu tun ist:


Woher bekommt jemand Kraft, wenn er/sie vieles als sinnlos ansieht und auch Worte von Freunden/Familie nicht mehr helfen?

Es gibt Wüstenzeiten, in denen erreicht mich nicht einmal ein Hauch. Wenn diese Zeit trotz allen guten Willens, auf Gott zu vertrauen, zu lang anhält – was kann ich tun? Ich kann diese Zuversicht ja nicht selbst herstellen.

Was mache ich, wenn mein Motor den Kraftstoff nicht verträgt?

Wie kann Gott mir Kraft geben, immer wieder aufzustehen, zu kämpfen, mit kreativen, festen Gedanken und Worten, wenn ich (immer wieder) Vorurteile, Ausgrenzung erfahren muss wegen meiner Behinderung? Aber, Gott, wie kannst Du auch meine Augen und mein Herz öffnen, gute Menschen auch zu sehen?

Was ist, wenn ich dringend ein JA brauche, aber keines bekomme? Wenn ich Kraft brauche, aber keine kriege und keine finde?

Wenn es nur so einfach wäre… Täglich wirst du ausgebremst durch Niederlagen, böse Worte, Unverständnis, Missgunst, schlechte Nachrichten und Krankheiten… Ein aufmunternder Blick kann schon Kraft schenken, aber mit den Jahren wird es schwerer…


Es gibt für diese Fragen keine eindeutigen Rezepte, die ich hier nur verteilen müsste. Jede Situation ist ganz individuell. Es gibt die negativen Erfahrungen, die Wüstenzeiten, die nicht enden wollen. Aber ich denke, das JA und das NEIN läuft in unserem Leben immer parallel wie zwei Bahnschienen, nur kommt es mir manchmal so vor als würde das NEIN oder das JA überwiegen. Deshalb frage ich immer: Was würde Dir jetzt gut tun? Du kannst das Schwere nicht einfach wegzaubern, aber du kannst dich nach dem Guten ausstrecken, etwas dafür tun. Wichtig ist mir, dass niemand das Gefühl haben muss, mit seiner NEIN-Erfahrung ganz allein bleiben zu müssen. Wenn kein Freund oder keine Freundin da ist, um darüber zu sprechen, dann kann die Person sich auch einen Pastor oder eine Pastorin suchen, jemand also von dem er oder sie sicher ist, da bleibt alles unter vier Ohren, da kann ich mein Leid teilen und auch mit Gott teilen. Da sein, zuhören, Leid mit aushalten oder auch ganz praktisch helfen, jemanden etwas Gutes tun oder nach dem, was gut ist, Ausschau zu halten – das können wir füreinander tun. Wir können auch – allein oder miteinander – nach Gott Ausschau halten, ihn bitten, zu ihm beten, sein JA suchen und hören. Ich wüsste nicht, wie man leben kann, ohne nicht auch immer wieder zurückzufinden zu dem JA: Ja, es ist gut, dass ich da bin. Ja, ich bin geliebt und getragen. Es sind Menschen da, die zu mir stehen und für die ich wichtig bin.


Wenn Jesus noch einmal auf die Erde kommen würde, werden wir ihn erkennen und akzeptieren?

Das ist eine sehr hypothetische Frage. Ich kann nur sagen: Ich würde es mir wünschen, ich hoffe es, dass ich ihn erkenne und akzeptiere, so wie ich hoffe, dass ich es erkenne und akzeptiere, wenn Gott mir in anderen Menschen und meinen Erfahrungen begegnet.


Wie kann ich spüren und erkennen, dass Gott „Ja“ zu mir gesagt hat?

Hören Sie nicht auf, nach Gott zu suchen, gespannt darauf zu sein, wie er sich zeigen wird, und auch im Gebet darum zu bitten. Ich denke, manchmal ist schon die Tatsache, dass man die Kraft und Geduld hat, etwas auszuhalten und durchzuhalten ein Zeichen dafür, dass Gott da ist und JA zu mir sagt. Aber es gibt kein untrügliches Zeichen für die Gegenwart Gottes, an dem jeder, auch der, der mit Gott gar nichts anfangen will, erkennen kann, das Gott da ist. Ich möchte es andersherum sagen: Gott ist da und sagt JA zu mir, noch bevor ich daran denke, oder auch wenn ich meine, ihn nicht nötig zu haben. Es kommt nur auf meine Augen, die Augen des Herzens an, ihn zu erkennen. Und schon wie wir Menschen miteinander umgehen und wie wir beieinander und zueinander stehen, kann etwas von Gottes JA vermitteln.


Woher nehmen Sie die Kraft, wenn Sie denken, es sieht nicht gut aus.

Ich suche das, was mir gut tut. Ich nehme mir Zeit für mich und Gott, im Gebet, im Klagen, im Lesen und Nachdenken, in der Gemeinschaft anderer Menschen, die nach Gott fragen. Ich suche mir etwas, was mir gut tut. Das kann manchmal der Sport sein, manchmal die Extra-Portion Schlaf.


Immer wenn ich einen neuen Weg beschreite, der mir gut tut, dauert es nicht lange, und es gibt Ratgeber und Seminare um diesen Weg „vollkommen durchorganisiert“ zu gestalten. Woher wissen die „Medien“, was mir gut tut?

Die Vermutung liegt, nahe, dass das, was einem Menschen gut tut, auch anderen Menschen gut tut. Und die „Medien“ sind gut darin, nach Trends Ausschau zu halten und das, was für viele von Interesse ist, auszuschlachten. Aber unabhängig davon, wie viele Ratgeber oder Seminare es für eine Sache schon gibt, wenn es mir gut tut, soll mich die Zahl der Ratgeber oder der anderen, die es auch tun, nicht davon abhalten, es zu tun.


Einfach einmal DANKE für diese schönen Gottesdienste. Wo kommen die lebendigen und kreativen Ideen her?

Die kreativen Ideen und lebendigen Gottesdienste entstehen im Team, und können, glaube ich, auch nur im Team entstehen, also im Miteinander von Menschen, die ehrlich und auch voller Lust und Begeisterung nach Antworten suchen auf Lebensfragen und Glaubensfragen, die uns alle bewegen.

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