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Alle Fragen und Antworten des Kreuzverhörs im Go!Special am 18.02.2018

Pastor Lutz Tietje im Kreuzverhör (Foto: M. Knoop)

Was bedeutet „Fasten“ denn nun? „Loslassen“ oder „festhalten“? Das Althochdeutsche bezieht sich doch bestimmt auf das christliche Fasten. Was oder Woran soll man festhalten?

Das Wort „fasten“ kommt aus dem Althochdeutschen und heißt tatsächlich so viel wie „festhalten“. Gemeint ist allerdings das Festhalten an den Geboten der Enthaltsamkeit.


Viele Fragen drehen sich um das, was man tun kann für „ein Stück Himmel auf Erden“:

Vielleicht geht es ja gar nicht nur ums Verzichten, sondern ums Tun?

Wie können wir besser unsere Ressourcen für alle nutzen?

Halten Sie „Klimafasten“ für sinnvoll? Ich habe gelesen, dass das eine Aktion der Kirchen ist, aber habe hier nichts davon mitgekriegt.

Muss ich nicht kämpfen, um fehlgeleitete Dinge zu korrigieren, die Natur zu erhalten, um zu haben, damit ich geben kann?

Wenn beim Fasten die Frage „Wie will ich leben?“ eine Rolle spielt, dann geht es natürlich auch um das Wie eines sozial und global verträglichen Lebens. Dann spielen alle Fragen nach sozialer Gerechtigkeit, nach dem Klimawandel eine besondere Rolle. Über die Möglichkeiten, hier etwas zu tun, kann man stundenlang debattieren. Wichtig finde ich, dass man anfängt etwas zu tun und auch bei Kleinigkeiten an einer besseren Welt für morgen zu bauen.


Das Leben ist ein Geschenk. Wieso geht diese Gewissheit, dieses Glück oft im gelebten Alltag verloren?

Wie schafft man es, im Alltag mit Job, Familie, Kindern, Pflege von Angehörigen den Fragen nach einem „sinnvollen Leben“ nachzugehen?

Ich denke, dafür muss man sich bewusst Zeit nehmen. Sich Zeit nehmen, anders auf das Leben zu blicken. Das kann ein Augenblick morgens oder abends sein, wo ich den Tag überdenke, manches nochmal in Gedanken Revue passieren lassen, das Gelingen sammle. Und bei allen Pflichten und Terminen, die mich bedrängen, nicht vergessen zu fragen: Wie will ich leben? Was tut mir gut?


Christlicher Glaube und Kapitalismus – ein Widerspruch?

Das denke ich schon! Das Urchristentum, die Art und Weise, wie die ersten Christen zusammengelebt haben, hatte etwas geradzu kommunistisches. Die Streben nach ewigem Wachstum und dem Immer-mehr ist keine christliche Maxime.


Wie sollen wir alle zusammenleben können, wenn jeder nur das tut, was ihn glücklich macht?

Nach meiner Meinung sind Minimalisten leider auch Egoisten.

Wie viel Minimalismus verträgt unser aller Leben?

Das ist ein weit verbreiteter Vorwurf an die Minimalisten, dass es ja gar nicht geht, wenn alle so leben würden. Ich denke, Minimalisten sind zunächst mal in einem positiven Sinne Egoisten, weil sie fragen „Wie will ich leben?“ „Was ist mir wichtig?“. Wenn mehr Menschen diese Frage so beantworten, dass sie weniger auf dem Rücken anderer konsumieren und nachfolgende Generationen oder Menschen in weniger entwickelten Ländern den Preis für unseren Lebensstil zahlen – dann finde ich das ganz und gar nicht egoistisch, sondern es ist geradezu eine Überlebensfrage für unseren Planeten und die Menschen. Ich verstehe Minimalisten so, dass sie gerade nicht nur fragen nach dem was sie glücklich macht, sondern auch danach, wie wir auf dieser Welt gemeinsam ein Stück glücklicher leben können.


Das Leben hält ja nicht nur positive Geschenke für uns bereit (z.B. „ich liebe dich“, Kind, Vogelgezwitscher), sondern auch negative Erlebnisse wie Ängste, Trauer, Verlust. Wie kann ich mit diesen „Geschenken“ umgehen? Da hilft kein Fasten!?

Das Vertrauen in Gottes Gegenwart, dass ich in seiner Hand bin, das ist für mich keine Glücks-Garantie, sondern ich nehme es mit auch auf den schweren Wegen. Dass ich gerade in den schweren Momenten nicht verlassen, sondern gehalten bin, das trägt mich. Danach sehne ich mich.


Auf welche Dinge in Ihrem Leben würden Sie gerne verzichten, können es aber nicht?

Erdnüsse.


Wie kann man Flüchtlingen Gott näher bringen? Die in den Krieg hineingeboren worden sind und die traurig sind von den Grausamkeiten hier auf der Erde?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Flüchtlingen zu helfen, ihnen Schutz zu gewähren, ihnen beizustehen, so wie anderen auch, die Schweres erlebt haben, das finde ich wichtig.


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