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Home > Go!Special > Rückblick > 2018-06-03 > 2018-06-03_Kreuzverh

Alle Fragen und Antworten des Kreuzverhörs im Go!Special am 3. Juni 2018

Pastor Lutz Tietje beim Kreuzverhör (Foto: Marion Knoop)

Haben alle Menschen ein gleich schweres Leben? Wie können wir am besten unser Leben vor großen Problemen schützen?

Das ist die Frage aller Fragen, wie wir möglichst ein immer glückliches Leben führen können. Wenn ich doch nur die ultimative Antwort darauf hätte… Aber weil es kein Leben, in dem wir nicht auch schweres durchstehen müssen und manchmal auch scheitern, ist es mir viel wichtiger zu fragen, wie ich es schaffen kann, das Gute als Geschenk zu würdigen und das Schwere mit Vertrauen anzunehmen. Und darauf habe ich versucht, in der Predigt einige Antworten zu geben.


Ich liebe dich“ - eine Hilfe aus einer tiefen menschlichen Niederlage?

Ja, das ist eine unglaublich wichtige Hilfe in der Niederlage und zugleich eine wichtige Hilfe im Leben überhaupt.


Ist der Satz „Weide meine Schafe“ nicht ein neuer Auftrag, so in dem Sinn: „Ich gebe dir eine zweite Chance, wenn du dich um meine Gemeinde kümmerst.“ ?

Ja, ich höre diesen Satz auch als neuen Auftrag im Sinne von: „Probiere es weiter. Ich kann dich gebrauchen.“ Aber ich würde den Bedingungssatz „Wenn...“ weglassen. Ich glaube, Gott macht seine Liebe nicht von Bedingungen abhängig: „Nur wenn du dieses oder jenes tust, gebe ich dir eine zweite Chance.“


Beispiel Tour de France: Ist das Thema Doping für Sie nachvollziehbar? Wenn es doch alle machen…

Ich kann verstehen, wie Sportler auf die Idee kommen, zu sich zu dopen, gerade weil der Druck und die Erwartungen im Leistungssport so immens sind. Aber die Konsequenz wäre für mich eher, diesen Druck und diese Erwartungen zu hinterfragen, anstatt zu akzeptieren, dass Sportler betrügen. Dafür habe ich kein Verständnis.


Gott nimmt mich an, wenn ich gescheitert bin. Aber wie gehe ich mit meinem Umfeld um (Beruf, Familie, Freunde), die mich unter Umständen mein Scheitern doch mehr oder weniger spüren lassen?

Die Einstellung von anderen Menschen zu verändern, ist immer schwer. Ich kann einen anderen Menschen nur darum bitten, mit mir barmherzig umzugehen.


Noch einmal Fußball: Der Torwart vom FC Liverpool ist vor einem Millionenpublikum ganz allein gescheitert. Wie kann man so etwas überwinden?

Ich bin kein Fußball-Torwart, von daher halte ich mich hier mit Ratschlägen zurück. Sicher ist das ein ganz bitteres Erlebnis. Ich kann ihm nur wünschen, dass er im Verein und seinem Umfeld Menschen hat, die zu ihm halten und ihm die (zweite) Chance geben, weiter ein guter Torwart zu sein.


Für diejenigen, die heute nicht wegen des Go!Specials, sondern wegen des in der Presse (etwas unglücklich) angekündigten Gottesdienstes gekommen sind, bitte in einer Minute eine Antwort auf die Frage: Was ist evangelisch?

Evangelisch ist ein Leben im Vertrauen auf Gott, aus dem die Freiheit entsteht, Gott, seine Mitmenschen und sich selbst zu lieben, ohne sich von Institutionen, Kirchenoberen oder anderen Menschen abhängig zu machen.

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