Aktuell
Wer wir sind
Gottesdienst
Go!SpecialDas KonzeptDas TeamGo!Special GlaubenskursRückblick
Glaube
Aktivitäten
Paulz
Jugend
Kindertagesstätten
Service
Home > Go!Special > Rückblick > 2019-10-27 > 2019-10-27_Kreuzverh

Alle Fragen und Antworten des Kreuzverhörs im Go!Special am 27.10.2019 "Hoffnung haben! Du machst den Unterschied"

Marshmallows spielten in der Predigt eine entscheidende Rolle (Foto: Marion Knoop)

Wie finde ich Hoffnung in der größten Verzweiflung?

Hoffnung „findet“ man nicht und „hat“ sie dann, sondern, ich denke, Hoffnung zu leben ist immer etwas Dynamisches, ein Prozess, ein Werden. Deshalb verweise ich gern noch einmal auf die fünf Quellen der Hoffnung, die ich in meiner Predigt genannt habe und die beschreiben, wie Hoffnung wächst.


Wie kann man Menschen helfen, denen der Blick auf die Hoffnungsquellen – trotz ihres christlichen Glaubens und trotz vorhandener Beziehungen – verstellt ist, z.B. durch eine Depression?

Auch hier der Verweis auf die Hoffnungsquellen. Man kann sich wirklich auch gemeinsam mit jemandem auf den Weg machen, die Hoffnung zu nähren und Hoffnungsvolles zu sammeln. Bei einer Depression, also einer ernsten Erkrankung würde ich auch immer unbedingt zu ärztlicher Hilfe raten.


Welche Hoffnung kann ein krebskranker Mensch haben, der stirbt und für den es sozusagen keine Hoffnung auf Heilung gibt?

Ich kann die Not eines jeden Kranken sehr gut nachvollziehen, der sich Genesung wünscht. Und wir alle wünschen uns ein möglichst langes und gesundes Leben. Ich möchte aber auch unterscheiden: Meine Hoffnung muss sich immer damit auseinandersetzen, dass das Leben kein Wunschkonzert ist. Die Hoffnung, nie zu sterben und nie krank zu werden, muss zwangsläufig enttäuscht werden. Deshalb gibt es eigentlich zwei Antworten auf die obige Frage: 1) Wenn jemand unheilbar krank ist, gibt es keine Hoffnung auf Heilung. Weil wir sterbliche Wesen sind, gibt es keine Hoffnung darauf, nie zu sterben. 2) Ein todkranker und sterblicher Mensch kann sehr wohl sehr viel Hoffnung haben. Denn es gibt erfülltes Leben auch wenn man krank ist. Und es gibt eine Hoffnung über den Tod hinaus, die mein Leben heute schon verändert.


Ist Gott eine vergebender Gott oder ein strafender Gott?

Ein vergebender Gott.


Gott wird sich schon was dabei gedacht haben mit dem Klimawandel. Soll das nicht so? Wir verstehen es nur nicht?

Was Gott sich denkt, kann ich nicht beantworten. Ich lese in der Bibel, dass Gott uns Menschen diese Erde anvertraut hat, damit wir sie achten, bebauen und bewahren. Ich erlebe, dass wir Menschen diese Erde missachten, sie ausbeuten und zerstören. Das soll nicht so sein!


Wie kann es sich im eigenen Leben konkret ausprägen, auf Gott zu hoffen?

Ich will es für mich persönlich beantworten: Auf Gott zu hoffen, verändert meinen Alltag, meinen Blick auf die Menschen und das Leben. Es gibt mir Kraft, nach dem Guten zu suchen, es zu tun und zu wissen, dass es dabei auf mich, auf den Einzelnen ankommt.


Ist das Gegenteil von Hoffnung Resignation und Aufgabe?

Ich würde es so sagen: Aufzugeben und zu resignieren ist eine Folge von Hoffnungslosigkeit.


„Komm, folge mir, du machst den Unterschied“ bedeutet nicht nur, ich persönlich bin gerufen, jeder persönlich, sondern auch jeder Einzelne kann etwas bewirken. Das ist eine zutiefst christliche Botschaft. Ist das richtig?

Genau so ist es meiner Meinung nach.


Der neu entflammte Krieg in Syrien ist ganz nah auch hier bei uns. Kurdische Familien haben Angehörige verloren und Verwandte sind auf der Flucht. Wie kann ich ihrer Hoffnungslosigkeit begegnen?

Menschen in Angst und Sorge brauchen Begleitung, Nähe, jemanden, der das mit ihnen teilt. Und diesem konkreten Fall: Sie brauchen auch Menschen, die sich für das Miteinander und den Frieden einsetzen, und das beginnt in unseren Häusern und in unserer Nachbarschaft.


Ein schweres Ding mit der Hoffnung. Woher nehmen, wenn die Menschen sich nicht ändern können oder wollen? Die Geschichte zeigt, dass die Menschen nicht besser oder anders werden.

Das ist eine sehr pessimistische Sicht. Mir macht es Hoffnung, dass Menschen sich sehr wohl ändern, dass sie sich einsetzen dafür, das Leben besser zu machen. Ich bin froh, dass die Geschichte zeigt, dass es zu jeder Zeit solche Menschen gegeben hat und gibt, die danach streben, es besser und anders zu machen.


Der Wunsch als Quelle der Hoffnung: Ist der Wunsch nicht der Beginn der Gier, die letztlich alle Hoffnung zunichte macht?

Ich denke nicht. Gier ist ja nicht die automatische oder zwangsläufige Folge eines Wunsches. Ich bleibe dabei: Ohne Wunsch keine Hoffnung.


Wie wird man Pastor? Ist der Beruf hart? Das was Sie sagen, lernen Sie das auswendig?

Der Ausbildungsweg eines Pastors bzw. einer Pastorin beinhaltet Studium und Vikariat. Hier gibt es mehr Infos: www.theologie-studieren.de. Zum zweiten Teil der Frage: Das was ich in der Predigt sage, sage ich frei. Ich lese es nicht ab, weil ich mir vorher überlegt habe, was ich sagen will. Das ist aber etwas anderes, als etwas auswendig aufzusagen, so wie man ein Gedicht aufsagt.


Können mehr solche Gottesdienste gemacht werden?

Ja klar. Der nächste Go!Special ist am 9. Februar 2020. Aber es gibt jeden Sonntag in St. Paulus einen spannenden Gottesdienst.

 

Eine Karte, die keine Frage beinhaltet:

Lobpreis ist wichtig! Gott ist gut und mächtig!

Kontakt

Spenden

Kircheneintritt

Links

Impressum

Seitenübersicht