Jedes Jahr zum Ende in den letzten beiden Wochen der Sommerferien ist es wieder so weit. Die Konfirmandenfreizeiten versprechen eine unvergessliche Zeit zu werden. Hier in St. Paulus steht neben dem Lernen besonders der Spaß im Vordergrund, so dass ich mich gerne an die eigene Fahrt nach Hanstedt erinnere. Die ist bei mir mittlerweile drei Jahre her. Seitdem wollte ich in der Gemeinde helfen, ein so genannter „Teamer“ werden.
Auch als solcher ist die Fahrt ins Nirgendwo, in das winzige Dorf Hanstedt bei Uelzen, immer wieder ein besonderes Erlebnis. Es ist unglaublich, wie viel jedes Jahr wieder geschieht, und wie wenig sich dennoch wiederholt. Im vergangenen Jahr blieb mir vieles besonders in Erinnerung.
Nach und vor den Vormittags- bzw. Nachmittagsunterrichtseinheiten waren wir Teamer gefordert. Zusammen bereiteten wir das Freizeitangebot vor, damit keine Langeweile aufkommt und die Zeit sich nicht dahin schleppt. Meist gab es verschiedene Programme, zwischen denen sich die Konfirmanden entscheiden oder auch mal aussetzen konnten, um sich auszuruhen.
Besonders gut kamen dabei die Disco an, die sich viele ganz anders - und längst nicht so gut - vorgestellt hatten, und unser Geländespiel „Kampf um Mexiko City“. Wobei ich hier nicht zu viel verraten werde, schließlich möchten wir ein wenig Spannung behalten.
Mein persönlicher Höhepunkt war aber etwas anderes. Man könnte es das Wasserspiel nennen. Während die Konfis noch im Unterricht saßen, bereiteten wir es vor, damit wir möglichst lange Zeit bis zum Essen hätten. Sobald sie dann aus den Unterrichtsräumen entlassen wurden, ging es los. Zahllose Wasserbomben flogen durch die Luft und zerplatzten spritzend auf dem Boden. Zusammen mit unserem Abschlussfest war es die wohl gelungenste Aktion.
Besonders gut gefällt mir, dass die Konfirmanden sich jederzeit an der Gestaltung der Freizeit auf den Fahrten beteiligen können. Ein Beispiel dafür ist die „eigene Post“, die ein paar Teamer auf die Bitte einiger Konfis hin im vergangenen Jahr organisiert haben. Ganz schnell waren viele Konfis eifrig dabei, diverse Briefe zu verschicken. Manche nur, um „Hallo“ zu sagen, andere aber auch, weil man den anderen nicht so gut kannte und so leichter mit ihm oder ihr in Kontakt treten konnte. Nicht zuletzt war aber auch der eine oder andere Liebesbrief dabei.
Wegen all dieser Erlebnisse freue ich mich schon jetzt auf das nächste Mal im beschaulichen Hanstedt und bin gespannt, was diesmal passieren wird.
Rasmus B. Linke
2010