Aktuell
Wer wir sind
Gottesdienst
Go!Special
Glaube
Aktivitäten
Paulz
Jugend
KindertagesstättenLeitbildKita Finkenstr.Kita EstetalBerichte
Service
Home > Kindertagesstätten > Berichte > OffeneArbeit_KigaE

Die offene Arbeit in unseren Kindertagesstätten

In unseren Kindertagesstätten können die Kinder nicht tun, was sie wollen – sondern sie wollen, was sie tun.

Seit über 25 Jahren arbeiten unsere beiden Kindertagesstätten, der St.-Paulus–Kindergarten in der Finkenstraße und der Estetalkindergarten am Helga-Wex-Platz nach dieser Konzeption. „Offen“ zu arbeiten heißt auf keinen Fall Unverbindlichkeit, Chaos oder Laissez-faire. Ganz im Gegenteil, denn hinter dieser Konzeption steckt eine 25jährige kontinuierliche Entwicklung der pädagogischen Arbeit, die sich an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder ausrichtet und die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und der Hirnforschung umsetzt. Der „offene Kindergarten“ stellt das Wohlbefinden, die Freiheit, die Eigenaktivität und das gemeinsame Leben und Lernen in den Mittelpunkt. Grundlage ist das Wissen, dass das Kind sich die Welt aktiv selbst aneignet und immer bestrebt ist, zu lernen. Dazu zählt auch, dass die Kinder sich Wissen auf vielfältige Weise aneignen und dafür ihre eigene Zeit benötigen. Aufgabe der Erzieherinnen ist es, hierfür die nötige herausfordernde Umgebung zu gestalten und möglichst viele verschiedene Lernanlässe zu schaffen und die im Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder (kurz: NOP) geforderten Bildungsziele zu erreichen.

Kinder können nach ihrem Bedürfnis- und Entwicklungsstand an den verschiedensten Angeboten teilnehmen und in den verschiedenen Werkstätten kreativ sein. Außerdem stehen ihnen alle Räume zur Verfügung, die nach Schwerpunkten eingerichtet sind. „Gerade durch unsere Funktionsräume werden wir den Bedürfnissen der Kinder gerecht und können sie individuell fördern“, berichtet Petra Kolossa begeistert, seit 20 Jahren Erzieherin im Estetalkindergarten, die sich nicht mehr vorstellen kann, nach einem anderen Konzept zu arbeiten.

Anders als früher verstehen die Erzieherinnen sich nicht als Allwissende und Von-oben-herab-Erziehende, sondern begegnen den Kindern mit Offenheit, Achtsamkeit und Wertschätzung. Immer wieder lassen sie sich von der kindlichen Entwicklung beeindrucken, und schaffen so die Voraussetzungen für die jeweiligen Lernprozesse. Das stellt eine große Herausforderung an die Zusammenarbeit im Team dar. Gerade das liegt Ilka Müller, seit 25 Jahren Erzieherin und stellv. Leiterin im Estetalkindergarten, am Herzen: „Es ist eine Bereicherung, in einem großen Team zu arbeiten und gemeinsam Verantwortung für alle Kinder und die pädagogische Arbeit zu übernehmen. Außerdem arbeiten wir Erwachsenen mit unseren Schwerpunkten. Das macht besonders viel Freude, und wir erreichen die Kinder viel besser. Es fordert uns auch immer aufs Neue heraus“.

In einer komplexer werdenden Welt, in der Wissen und Information jederzeit zur Verfügung steht, sind Menschen immer mehr gefordert, ihrer Wahrnehmung zu trauen, bewusst auszuwählen und sich nicht beeinflussen zu lassen, damit sie eigenbestimmt handeln können. Kinder dabei zu unterstützen ist unsere Aufgabe. Wir fördern die Freude am Entdecken und Lernen, die persönlichen Fähigkeiten und die Neugier, sich auch etwas Neues einzulassen und geben ihnen Lebenskompetenzen mit auf den Weg.

Uns ist es wichtig, die Wünsche, Meinungen und Interessen der Kinder ernst zu nehmen. Deshalb wird Partizipation in unseren Kindertagesstätten groß geschrieben. „Das bereichert uns und unsere Arbeit“, schwärmt Christiane Rohde, ebenfalls seit 20 Jahren Erzieherin im Estetalkindergarten, und zeigt voller Freude auf all die Kinder, die wieder und wieder über sich hinauswachsen.

Gleichzeitig leben wir in unseren Kindertagesstätten Gemeinschaft. Kinder lernen, auch anderen gegenüber mit Wertschätzung und Achtung zu begegnen. Sie üben sich darin, Konflikte so auszutragen, dass es am Ende zu einer guten Lösung kommt. Alle Kinder lernen unsere christlichen Werte und Feste kennen.

Nicole Schuler, eine neue Kollegin im Estetalkindergarten, hat vorher noch keine Berührungspunkte mit der offenen Arbeit gehabt: „Ich bin ganz berührt von der positiven Atmosphäre und von der Achtsamkeit, die hier jedem Kind entgegen gebracht wird“.

Bente Rosebrock, Elternvertreterin und Lehrerin an der Fachschule für Sozialpädagogik in Stade, meint: „ Die offene Arbeit ist das Beste und die einzige Möglichkeit, um kindzentriert arbeiten zu können.“

Christa Freese-Behrens und Kerstin Beier

Kontakt

Spenden

Kircheneintritt

Links

Impressum

Seitenübersicht