Auf dem Elbdeich Richtung Nordsee: Das tut so gut! Einfach mal raus und den Wind um die Nase wehen lassen! So viele Anforderungen, so viele Belastungen, so viele Unklarheiten! Der Wind weht stramm von vorn, er vertreibt mein Durcheinander im Kopf. Wenn doch jeder Gegenwind so befreiend wäre! Eigentlich wünsche ich mir mehr Rückenwind, von meinem Kollegium, von meiner Chefin, ja, selbst von meiner Familie! Aber hier draußen, allein mit den Elementen, da tut es gut, mich einfach dem Wind anzuvertrauen, mich durchpusten zu lassen und Klarheit zu gewinnen. Manchmal reicht eben nicht ein Hauch oder eine sanfte Brise, die mir noch so zärtlich übers Gesicht fährt. Heute muss es mehr sein, kräftiger, eindeutiger, damit ich wieder Aufwind bekomme!
Wind gehört zu den Urkräften unseres Lebens. Schon unser Atem ist nichts weiter als der Hauch, der mit der Geburt einsetzt. Wind setzt uns in Bewegung, manchmal leise und verhalten, manchmal stürmisch und kaum zu bändigen. Wir sind ihm ausgesetzt, oder wir verstärken seine Kraft. Wir können uns und anderen den Wind aus den Segeln nehmen oder einen Sturm entfachen.
Im Go!Special am 21. Juni wollen wir uns mit dem Wind als Element des Wandels beschäftigen. Auch für uns stellt sich die Frage, wie wir im Gegenwind bestehen, woher wir Rückenwind erfahren und was es braucht, um sturmerprobt durchs Leben zu gehen.
Schon in der Bibel stoßen wir auf die Kraft des Windes: Gott erscheint als heilsamer Hauch, an anderer Stelle geraten die Jünger Jesu in einen beängstigenden Sturm. Unsere Vikarin Kira Stoll wird uns den theologischen Impuls am Stehtisch geben und sich hinterher dem Kreuzverhör stellen. Mit dabei mit modernen Liedern und Rhythmen ist auch die Band „Sunday-Feeling“.
Herzliche Einladung! Wir freuen uns auf Sie und einen regen Austausch!